Isolierglas

Als Isolierglas wird kurz eine Verglasungseinheit bezeichnet, welche aus zwei oder mehreren Scheiben besteht. Diese Scheiben bilden eine komplexe und funktionelle Einheit. Zwischen den Scheiben befindet sich ein Scheibenzwischenraum (SZR), der meist zwischen 8 bis 16 mm stark ist. 

Moderne Isoliergläser bestehen i. d. R. aus Floatglas, teilvorgespannten Gläsern, Einscheibensicherheitsglas oder Verbundsicherheitsglas. Durch den Einsatz von solchen Gläsern wird den Anforderungen an:

  • Wärmeschutz
  • Sonnenschutz
  • Einbruchschutz
  • Absturzsicherung
  • Verglasungen für den Überkopfbereich ggf. auch Durchschuss

entsprochen.

Unbewegte Luft ist ein schlechter Wärmeleiter. Deshalb werden im Scheibenzwischenraum eines Isolierglases die Luftmassen eingeschlossen und durch Gas (meist Argon) ergänzt/ersetzt. Durch dieses Prinzip bildet sich eine gute Wärmeisolierschicht und reduziert somit den Verlust von Energie im Vergleich zu einer Einfachverglasung deutlich. Die Innenscheibe der Isolierglaseinheit bleibt relativ warm und absorbiert somit keine Kälte in den Raum, das Wohlfühlgefühl ist in unmittelbarer Scheibennähe deutlich höher. 

Dieser Wärmeverlust wird durch einen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) angegeben. Dieser Wert liegt bei Einfachglas etwa bei 4,8 W/m2K und kann bis Dreifach-lsolierglas und einer Kryptongasfüllung auf einen Wert von 0,5 W/m2K reduziert werden. Auch eine fast unsichtbare Beschichtung aus ganz feinem Metall auf der Innenseite oder auf zwei Scheiben erhöht die Wärmedämmung von modernen Isoliergläsern. 

Neben der Größe des Scheibenzwischenraums, dem Füllgas und der Beschichtung ist der U-Wert einer Isolierverglasung auch von der Einbausituation abhängig. Durch den Einsatz von Kunststoffabstandhaltern wird auch die Bildung von Kondenswasser im Randbereich der lsoliergläser deutlich reduziert.

Unser Isolierglas kommt überwiegend aus der Produktion des Glaszentrum Ernst Knoch GmbH & Co. KG in Gräfinau-Angstedt in Thüringen. Hier wird seit 1993 Isolierglas produziert. Mit der dort ansässigen modernen Isolierglaslinie und dem firmeneigenen Fuhrpark werden moderne Funktionsisoliergläser an die Stellen der Weiterverarbeitung gebracht. 

Dachverglasung Thermolar Plus aus 1x Einscheibensicherheitsglas (aussen) mit Stufe,
1x Verbundsicherheitsglas (innen), mit UV-beständigem Rand
Ausgeführt durch die Schlosserei Kirchner aus Breitbrunn

Dachverglasung Thermolar Plus aus 1x Einscheibensicherheitsglas (aussen) mit Stufe,
1x Verbundsicherheitsglas (innen), mit UV-beständigem Rand
Ausgeführt durch die Schlosserei Kirchner aus Breitbrunn

Wir freuen uns, wenn auch Sie uns ein Bild zukommen lassen, wie Ihr Objekt mit unserem Glas, nach Ihrer Montage aussieht. Gerne würden wir es, nach Ihrer Zustimmung, auf unserer Homepage zeigen.

Wochenspiegel v. 01.06.2016 Seite 8

Der Bundesverband Flachglas rät:

Gegen große Hitze lohnt der Einsatz von Sonnenschutzglas

 

Troisdorf. Der Frühling ist endlich da und mit ihm steigen die Temperaturen. Das ist bis zu einem bestimmten Maß wunderbar, jedoch kann es besonders im Hochsommer in den eigenen vier Wänden sehr warm werden. Doch dagegen ist ein wirksames Kraut gewachsen: Modernes Sonnenschutzglas lässt Licht und – besonders praktisch in der kalten Jahreszeit – etwas Wärme durch, die große Hitze bleibt jedoch vor der Tür.

 

Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Sonnenschutzglas: Zum einen Gläser mit einer speziellen, metallischen Sonnenschutzbeschichtung, die oft aus Silber besteht und zum anderen adaptive Sonnenschutzmöglichkeiten in Form von Gläsern mit integrierten Systemen oder in Form von schaltbaren Verglasungen.

 

So funktionieren die Systeme:

Modernes Sonnenschutzglas mit metallischer Sonnenschutzbeschichtung sieht aus wie normales Fensterglas. Der feine Unterschied dazu liegt in einer sehr dünnen, fast unsichtbaren Edelmetallbeschichtung, die auf einen geringen Wärmedurchlass hin optimiert ist und mit der die Sonnenstrahlen gefiltert werden. „Dabei wird möglichst viel des sichtbaren Lichts hindurchgelassen, während bis zu 80 Prozent der infraroten Strahlung, die wir als Wärme spüren, reflektiert wird“, so der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Flachglas (BF), Jochen Grönegräs. Während diese Eigenschaft statisch ist, also über das gesamte Jahr gleichbleibend anhält, kann man auch Gläser einsetzen, deren Sonnenschutzwirkung veränderbar ist. „Da gibt es zum Beispiel in den Scheibenzwischenraum integrierte Jalousien oder Plissees. Diese lassen sich manuell oder motorisch der individuellen Wettersituation anpassen, bieten wohltuenden Schatten im Innenraum und sorgen für einen optimalen Sichtschutz von außen“, erklärt Grönegräs. Etwas anders funktionieren schaltbare, „elektrochrome“ Verglasungen. Bei ihnen verdunkelt sich das Glas je nach Wettersituation per Knopfdruck in mehreren Stufen von kristallklar bis sattblau, wobei die Durchsicht stets erhalten bleibt.

 

Wo sollte Sonnenschutzglas verwendet werden?

Grundsätzlich lässt sich sagen: Wo es auf einen kühlen Kopf ankommt, da sollte Sonnenschutzglas zum Einsatz kommen. Davon profitieren beispielsweise großformatige Dachverglasungen und ganzjährig nutzbare Wintergärten ganz besonders, aber auch großflächige Verglasungen, wie sie heute unter anderem im Wohn-/Essbereich vorkommen. „Auch der Einsatz in Büro- und Geschäftsgebäuden macht Sinn, denn einen klaren Gedanken zu fassen ist – man kennt es vielleicht noch aus nicht klimatisierten Automobilen – bei großer Wärme kaum noch möglich“, schließt Grönegräs.